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14.06.2010
Landestagung der
Mittelstandsvereinigung wählt neuen Landesvorstand - Dr.
Reinhard Löffler zum stellvertretenden Vorsitzenden
gewählt

Unter dem Motto
"Erst verdienen - dann verteilen" trafen
sich am Wochenende die Delegierten der
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der
CDU Baden-Württemberg auf ihrer
Landestagung in Friedrichshafen am Bodensee
zur Neuwahl des Landesvorstandes. Eindeutig
in seinem Amt bestätigt wurde der
MIT-Landesvorsitzende Peter Ibbeken. Auf ihn
entfielen über 91 Prozent der Stimmen von
175 Delegierten.

Als
stellvertretende Vorsitzende wurden erstmals
in den Vorstand gewählt: Dr. Reinhard
Löffler aus Stuttgart, Mitglied des
Landtages, der Publizist Oswald Metzger,
Mitglied der MIT Bodenseekreis, und die
Unternehmerin Brigitta Luhr aus Freiburg.
Sie konnten sich gegen drei weitere
Mitbewerber durchsetzen.

Ibbeken
bekannte sich in seiner Rede klar zu den
Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft,
auch wenn diese unbequem sei. Gerade heute
sollte man sich auf Ludwig Erhards
Erkenntnisse aus der großen Depression vor
80 Jahren zurückbesinnen. Der Mittelstand,
der in Baden-Württemberg 2,5 Mio.
Arbeitsplätze bietet, sei das beste Beispiel
dafür, dass Freiheit und Eigenverantwortung
das menschenwürdigste Zukunftsmodell seien.

Die Freude über
eine bürgerliche Regierung und das
Wachstumsbeschleunigungsgesetz habe nicht
lange gewährt, nach langem Ringen um die
Konjunkturpakete ging es plötzlich
"Ruck-Zuck bei der erneuten Rettung der
Finanzwelt." "Europaweit werden die
Staatsschulden vergesellschaftet", so
Ibbeken weiter, "damit wird schlampiges
Wirtschaften belohnt. Das ist kein
Leistungsanreiz."

Ein Weg aus der
Krise ist laut Ibbeken mit einer Erhöhung
der Einkommenssteuer nicht zu meistern, er
betont "Was wir fordern, ist ein Aufstieg
durch Bildung, Eigenverantwortung und
Leistung."

Heutige
Anforderungen an die Politik seien daher:
mehr Bürgerbeteiligung an politischen
Prozessen, Bildungsinvestitionen, Stärkung
von Eltern und Familien, Ausbau
regenerativer Energien, Förderung von
mittelständischen und Familienunternehmen
und die Stärkung von Bürgerinitiativen und
Ehrenamt.

Beifall erhielt
Ministerpräsident Stefan Mappus, der sich in
seiner Rede kritisch zum derzeitigen Image
der CDU äußerte. "Wir müssen als CDU wieder
mehr Profil zeigen, damit die Menschen
wissen, woran sie mit uns sind", sagte er
und kritisierte "das derzeitige Chaos bei
öffentlichen Äußerungen der CDU." Man müsse
mit Vorschlägen wie einer Anhebung des
Spitzensteuersatzes für Reiche und Erhöhung
der Mehrwertsteuer auf Champagner nicht
versuchen, "die Linke links zu überholen."

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