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Im Stuttgarter
Norden haben sich Menschen schon immer
wohlgefühlt, gerne gelebt und gearbeitet. Davon
zeugen römische Ausgrabungen von Wohnhäusern in
Münster oder von einer Töpferei im
Feuerbacher Tal in Botnang. Die Gegend
eignete sich zum Weinbau an den Hängen des
Neckars, zum Ackerbau und zur Viehzucht.
Mühlhausen leitet sein Name von den
Kornmühlen ab, die zahlreich am Neckarufer
standen. Für Kunstsinnige bietet die gotische
Veitskapelle ein einzigartiges Zeugnis
christlicher Wandgemälde, die zu den schönsten
in Baden-Württemberg zählen. Sie haben die
reformatorischen Bilderstürme und das
Bombardement des 2. Weltkriegs überstanden. Noch
heute zeugt die Wallfahrtskirche St. Barbara in
Hofen, die neben der stattlichen
Burgruine hoch über dem Neckar steht, von der
tiefen Gläubigkeit der Menschen. Auch im Wappen
von Weilimdorf findet sich die Kirche in
der Dorfmitte, was christliches Denken aber auch
die Verbindung zur Universität Tübingen
symbolisiert.

Mit dem Anschluss
an die Eisenbahn begann die Industrialisierung
von Feuerbach auch wenn im Nachbarort
Botnang sich noch lange Wäscher und Bleicher
ihren Lebensunterhalt verdienten. Bis zur
Jahrhundertwende hatten sich in Feuerbach
Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Leder,
Papier, Metall und Textil angesiedelt. Neben den
Gewerbe- und Industriegebieten entstanden in
Feuerbach zahlreiche Wohnsiedlungen für die in
den Betrieben beschäftigten Arbeiter. Feuerbach
wurde zu einer rasch aufblühenden
Industriegemeinde, die 1907 das Stadtrecht
erhielt und 1933 nach Stuttgart eingemeindet
wurde. Die Menschen in meinem Wahlkreis arbeiten
hart für sich und ihre Familien. Sie halten
nichts von Schickimicki, sie sind bodenständig
und zielstrebig bis auf den heutigen Tag. Sie
produzieren in Zuffenhausen die
begehrtesten Sportwagen und versorgen weltweit
Autos mit Elektronik und Batterien, die in den
Fabriken von Bosch hergestellt werden. Es gibt
viel Wald, den schönen Max-Eyth-See, viele
kulturelle Einrichtungen, Jugendfarmen und
Spielplätze. Die Menschen sind stolz auf das was
sie erreicht haben. Mit dem Slogan „Stammheim
in Stuttgart ganz oben“ bringt es der dortige
Bürgerverein auf den Punkt. Wenn irgendwo die
schwäbische Nationalhymne von Justinus Kerner,
„Preisend mit viele schönen Reden“ seine
Rechtfertigung findet, dann im Wahlkreis III. In
der Ballade heißt es:

Mein Land hat
kleine Städte
Trägt nicht Berge
silberschwer
Doch ein Kleinod
hält’s verborgen,
dass in Wäldern,
noch so groß,
ich mein Haupt kann
kühnlich legen,
jedem Untertan in
Schoß.
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