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Energiepolitik

 

Klimawandel, knapper werdende Ressourcen und Versorgungssicherheit gehören zu dem Spannungsfeld, auf dem sich die Politik derzeit befindet und sich großen Herausforderungen stellt. Energiepolitische Themenstellungen sind zunehmend in den Focus unseres Handelns gerückt. Die verschiedenen Einflüsse, geografischer, natureller oder auch politischer Art wirken sich dabei auf unsere Handlungsmöglichkeiten aus. Die wichtigsten energiepolitischen Ziele sind die sichere Versorgung mit Energie zu einem angemessenen Preis unter Berücksichtung ökologischer Aspekte.

Das Energiekonzept 2020 beschreibt in fünf Handlungsfeldern die energiepolitischen Ziele der Landesregierung für den Zeitraum bis zum Jahr 2020.

Die Energieproduktivität soll in Baden-Württem­berg bis zum Jahr 2020 um 2 % p. a. gesteigert werden. Im gleichen Zeitraum soll der Primärenergieverbrauch um mindestens 10 % gesenkt werden. Die Effizienz soll durch die Energieeinsparverordnung, die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand und verschiedenen Motivationsmaßnahmen, Informations- und Beratungsangebote erreicht werden.

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Stromerzeugung soll bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 % gesteigert werden. Außerdem soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Wärmebereitstellung auf mindestens 16 % erhöht werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie am Primärenergieverbrauch soll im Jahr 2020 mindestens 12 % betragen. Angestrebt wird eine besonders effiziente Verwendung der erneuerbaren Energieträger. Größte erneuerbare Energiequellen liegen im Bereich der Wasserkraft, Bioenergie und Photovoltaik.

Ein wichtiges Ziel zur Sicherung der Energieversorgung ist ein ausgewogener Energiemix, in dem alle zur Verfügung stehenden Energieträger möglichst optimal enthalten sind. Für die Stromversorgung in Baden-Württemberg in 2020 heißt das 50 % Kernkraft sowie 30 % fossile und 20 % erneuerbare Energie­träger.

Als weitere wichtige Ziele werden der Erhalt des Kraftwerksstandorts Baden-Württemberg sowie leistungsfähige Strom- und Gasnetze genannt. Dabei wird auch die Notwendigkeit des Ausbaus von Nah- und Fernwärmenetzen als ein wichtiger Beitrag zur Zielerreichung herausgestellt.

Unter dieser Überschrift werden die Handlungsansätze dargestellt, die eine wettbewerbs­fähige Energiewirtschaft am Standort Baden-Württemberg sowie ein wirtschaftliches Energieangebot zum Ziel haben. Angestrebt werden eine weitere Verbesserung des Wettbewerbs und eine spürbar bessere Transparenz auf den Strommärkten.

Die starke Position der baden-württembergischen Forschungseinrichtungen im Bereich Energieforschung soll ausgebaut werden, indem die Förderung der Forschung auf ein höheres Niveau gebracht wird.

In den kommenden Monaten ist verstärkt darauf hinzuwirken, dass die einzelnen Ziele des Konzepts zur Umsetzung kommen und konkreten Projekten und Programmen zugeführt werden.

 

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